Sexstellungen

Hodenmassage – Anleitung mit Tipps und Tricks!

Klar, Mädels, das Wichtigste ist und bleibt für uns der Zauberstab. Und für die Jungs auch. Eigentlich. Aber hast du dich schon mal gefragt, was du eigentlich beim Handjob mit seinen Kronjuwelen anstellen sollst oder könntest? Oder eine Abwechslung beim Oralsex gesucht?
Hodenmassage
Foto: Nomadsoul1 / Depositphotos.com

Und als Mann möchtest du vielleicht etwas für die Gesundheit deiner Hoden tun, sie verlängern, deine Potenz steigern? Geht das überhaupt? Und was sind die besten Griffe, um so richtig geil zu werden (bzw. ihn geil zu machen)?

Das und noch ein paar Sachen werden wir euch hier beschreiben – und dann seid ihr (mit ein wenig Übung) Meister im Eier verzieren (und das nicht nur zu Ostern).

Das Wichtigste zuerst – über ein paar Mythen müssen wir euch aufklären:

  • Nein, Hodenmassage verhilft nicht zu einer härteren Erektion oder zu besserem Durchhaltevermögen. Dazu musst du mit dem Beckenboden üben, und der liegt weit oberhalb der Hoden im Körperinnern.
  • Hodenmassage kann die Produktion von Testosteron steigern, allerdings hat das nur minimal Auswirkung auf deine Körperprozesse beim Sex. Und wie gesagt: Kann.
  • Nur durch Hodenmassage kann es in 99,99% der Fälle nicht zum Orgasmus kommen. Wenn du ‚nebenher‘ den Penis oder die Prostata (oder womöglich beides) massierst, dann allerdings schon…

Aber du kannst eine Hodenmassage unter zwei Aspekten geben:

  • Als entspannendes Verwöhnen, um deinem Körper bzw. dem deines Partners etwas Gutes zu tun.
  • Als lustvolles Vorspiel oder in Verbindung mit Handjob und Oralsex – für markerschütternde Orgasmen!

Do’s & Taboos für den ersten Überblick

  • Macht es euch bequem. Sonst wird’s nicht entspannend. Und nehmt euch Zeit für dieses (Vor)Spiel. Und Öl.
    Warme Hände für den/die Massierende/n sind ein absolutes Muss.
  • Trau dich, hinzulangen, aber sei nicht zu rabiat.
  • Kommunikation ist das A und O. Männer sind mit dem, was sie an den Hoden spüren, so unterschiedlich wie Frauen mit ihren Muschis.
  • Bloß keine langen Fingernägel. Du bleibst unter Garantie in einer Hautfalte damit hängen.

Natürlich macht es einen Unterschied, ob du als Mann deine Hoden selbst massierst oder ob dein/e Partner/in es tut. Deswegen haben wir unsere Tipps aufgeteilt in solche für ‚Ihn‘ und ‚Sie‘.

Für Ihn

Wenn es um die Aufrechterhaltung der männlichen sogenannten ‚sexuellen Gesundheit‘ geht, sind die meisten Männer nur um den Penis bzw. den Lingam besorgt. Die Realität dieser männlichen sexuelle Gesundheit beinhaltet aber mehr als den Penis. Die Genitalien sind ein komplexes System, und da man grade an die Bällchen gut drankommt, lohnt es sich, ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Eine Massage der Hoden

  • verbessert natürlich die Blutzirkulation in den Hoden- und Skrotalbereich,
  • dient u.U. als eine Früherkennung oder Selbstuntersuchung für Hodenkrebs.

Wenn du sie regelmäßig massierst, wird die Verbindung zwischen Hoden und Penisboden elastischer und die Hoden hängen tiefer. Optisch lässt dies den Penis dann länger und größer erscheinen, was ja auch nicht so schlimm wäre, oder?

Aber natürlich tut eine Hodenmassage einfach gut! Denn die Hoden sind eine besonders sensible erogene Zone deines Körpers, und wenn du bis jetzt noch nicht damit herumgespielt hast, darfst du gleich damit anfangen.

Tipp 1: Am besten funktioniert eine Hodenmassage mit ein wenig Gleitmittel oder Öl. Es sollte Zimmertemperatur haben, was sich vielleicht von selbst versteht…

Hier sind ein paar Griffe für eine regelmäßige, pflegende Massageroutine für den Mann:

Zum Aufwärmen

Leg deine Handballen an beide Seiten des Hodensacks. Sachte nach unten gleiten lassen und kreisförmig zwischen den Händen reiben.

Samenstrang-Shiatsu

Die Samenstränge zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, dann ganz vorsichtig von der Peniswurzel nach unten ausstreichen. Wie oft? So oft es dir Spaß macht. Zwischen Daumen und Zeigefinger leicht rollen ist auch eine gute Variante.

Kraulen

Die Daumen vorn außen an den Hodensack legen und damit wiederholt um beide Hoden kreisen, anschließend nach unten weggleiten lassen.

Stretching

Greife den Penis mit einer Hand, während du ihn nach oben ziehst. Die Hoden umfasst du mit der anderen Hand am Ansatz des Hodensacks (deine Finger formen dabei so etwas wie eine OK-Geste), dann ziehst du die Hoden nach unten, Wie viel Zug du dabei magst, ist von Mann zu Mann und je nach Tagesform unterschiedlich.

Entspannung zum Schluss

Den Penis wieder nach oben legen und festhalten. Die Hoden mit der anderen Hand bedecken und vorsichtig die Hoden in kreisenden Bewegungen rollen. Vielleicht macht es dir auch Spaß, sie zu kneten oder an ihnen zu zupfen.
Oder du hältst sie einfach noch eine Weile in deiner warmen Hand…

Für Sie

Vorneweg: Nicht jeder Mann ist gleich empfindlich an den Hoden. Für alle Nicht-Hoden-Besitzerinnen gilt: Nicht zu hart, nicht zu schnell, nicht zu unvermittelt hingrabschen. Und wenn du kannst, beobachte sein Gesicht. Es ist auch nie verkehrt, nachzufragen, ob das jetzt noch angenehm ist. Die Dinger halten nämlich andererseits auch eine ganze Menge aus, wenn der Mann hochgradig erregt ist!

Und falls er überhaupt nicht so viel spürt – es lohnt sich trotzdem, ihn öfter mit einer Hodenmassage zu verwöhnen. Mit der Zeit wird er besser hinspüren und das Ganze mehr genießen können.

Tipp 2: Rasiere doch mal seine Hoden – dann geht ihr gemeinsam unter die Dusche und du seifst ihm seine glatten Bällchen nach allen Regeln der Kunst ein…

Aufwecken

Am besten fängst du mit indirekter Berührung an – leg deine warme Hand auf seine Hose, kraule und streichle, drücke sanft. Sanft!

Küssen und Lecken

Wenn er keine Hose (mehr) anhat und die ganze Pracht frei daliegt, verwende doch mal Küsse. Weiche Küsse. Die Lippen langsam über die Hoden führen, mit kleinen Schritten, Kuss für Kuss. Mit dem Atem anhauchen. Ah, und du hast ja auch noch eine Zungenspitze, nicht wahr?

Nimm den Mund voll

Bleiben wir mal bei deinem Mund. Eine Möglichkeit, seine Hoden zu massieren, besteht darin, einen oder beide in den Mund zu nehmen und dann mit der Zunge zu massieren und sie im Mund zu drehen. Stelle sicher, dass du nicht versehentlich deine Zähne benutzt, sonst wird’s aua…

Teabagging

Ein wirklich guter Weg, die Klöten zu stimulieren, ist die orale Hodenmassage, auch teabagging genannt. Die Partnerin kann den Hodensack dabei zunächst mit Lecken stimulieren – anders als beim Blowjob sollte die Zunge aber entspannt sein und mit möglichst breiter Fläche am Hodensack lecken.

Danach verschwindet der komplette Hodensack im Mund und wird durch leichtes Ziehen und Saugen verwöhnt. Das Spannende daran ist, dass der Mann dabei immer die Kontrolle hat. Wenn du dich von ihm – oder er sich von dir löst, werden seine Hoden langsam aus deinem Mund gezogen. Plopp…

Kommen wir mal zurück zur Handarbeit.

Tipp 3: Ein starker Druck kann dem Partner Schmerzen bereiten, während ein zu leichter Druck als kitzlig oder zaghaft empfunden wird. Finde einen guten Mittelweg!

Hoch und runter

Er liegt nackt und bequem gebettet vor dir, den Penis auf die Bauchdecke gelegt. Mit einer Hand – oder auch beiden im Wechsel, wie du magst – streichst du über den Penis bis zur Eichel hinauf und wieder hinunter bis über die Hoden, dann hinter die Hoden bis zum Damm (zwischen Hoden und Anus) und das ganze retour. Du darfst dann mit Druck und Geschwindigkeit variieren, und du darfst die Oberschenkelinnenseiten mit einbeziehen. Das Ganze mit Öl erzeugt bei ihm ein fantastisches Wohlgefühl!

Der Palmwedel

Eine Variante: Lass deine Hände (am besten beide) in Richtung Anus wandern und massiert von dort aus mit kreisförmigen Bewegungen den Damm. Arbeitet Euch dabei langsam von unten nach oben vor, indem Ihr Eure Hände Richtung Innenseite der Schenkel zieht, bis Ihr am Hodensack angelangt seid. Das Bewegungsmuster sieht ein wenig aus wie ein gefächerter Palmwedel, daher der Name.

Hodenstretching

Jetzt hältst du mit einer Hand den Penis auf der Bauchdecke fest, umgreifst mit der anderen die Hoden am Ansatz des Hodensackes und ziehst ihn nach unten. Dieses Hodenstretching ist besonders angenehm und effektiv, wenn er sehr erregt ist, aber noch nicht kommen soll oder will…

Die Manschette

Umfasse den Hodensack an der Ansatzstelle fest mit einer Hand (wie bei dem OK-Zeichen), so dass sich die Haut etwas straffer spannt. (Durch diese Unterstützung wird eine Massage der Hoden in kreisenden Bewegungen punktueller und dadurch intensiver.) Kraule dann mit der anderen Hand die Eier. Du kannst sie auch mit einem Finger kreisförmig umrunden oder in deiner Handfläche wiegen und schlenkern. Alles wundervolle und abwechslungsreiche Berührungen für die edlen Teile.

Hodenmassage Anleitung
Foto: AllaSerebrina / Depositphotos.com

Spanked eggs

Du kannst sogar mit den Fingerspitzen darauf herumklopfen. Ist der Partner dazu bereit, kann dies immer stärker werden, bis hin zu leichten Schlägen mit der Handfläche. Kommunikation zwischen den Partnern ist bei dieser Art der Massage wichtig. Frage am besten immer nach, ob es Deinem Partner noch gefällt und er lieber leichtere oder härtere Schläge bevorzugt.

Zupfen und Ziehen

Versuche doch mal, an der Haut oder den Haaren auf den Hoden ziehen. Am angenehmsten ist diese Technik, wenn sie mehrmals in kurzen Abständen hintereinander wiederholt wird. Ein lang anhaltendes Ziehen kommt eher nicht so gut.

Eierrollen

Einige Männer mögen es, wenn die Hoden hin und her gerollt werden. Dafür wird die flache Hand auf die Hoden gelegt und dann langsam vor- und zurückgeschoben oder leicht zu den Seiten gerollt. Der Druck kann dabei variiert werden. Beginne am besten sanft und steigere erst nach und nach die Intensität, abhängig von seinem persönlichen Empfinden.

Mit der Faust

Lege deine geballte Faust hinter die Hoden an den Damm (das ist die Stelle zwischen Hodensack und Anus) und vibriere eine Weile kräftig damit. Ein sehr angenehmes Gefühl für ihn.

Sextoys

Wenn’s noch mehr sein soll, als was Mund und Hände bewirken können: nicht nur Frauen empfinden lustvolle Stimulationen durch intensive Vibrationen, sondern auch Männer. Für die prickelnde Hodenmassage eignen sich Auflegevibratoren und Massagestäbe besonders. Vermutlich habt ihr ohnehin ein paar davon im Nachttisch. Und wenn nicht, wird es allerhöchste Zeit, oder?

Fazit

Das ist schon erstaunlich, wie viele Möglichkeiten es gibt, Wonne im Klingelbeutel zu erzeugen… es muss also nicht immer nur der Jadestab sein. Genießt es spielerisch – wir wünschen euch viel Freude beim Entdecken, was die Welt der Sinne für diesen Körperteil noch so alles Unentdecktes für euch bereithält!

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